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Exotic Hedghog Club Europe e.V.

Haltungsrichtlinien

Haltungsrichtlinien

1. Haltung allgemein
Das jeweils gültige Tierschutzgesetz mit seinen Ausführungsbestimmungen ist im Sinne einer Mindestanforderung für alle Mitglieder bindend.

1.2 Lebensraum
Die Mitglieder sind verpflichtet, grundsätzlich in Wohngemeinschaft mit ihren Igeln zu leben.
Sie müssen ihren Igeln ausreichend große beheizbare Terrarien oder Käfige anbieten.
Als Mindestmaß gilt: 150cm x 50 cm für ein Igelpärchen (bzw 2 Igel)
Es müssen ausreichend Versteckmöglichkeiten geboten werden, für jedes Tier mindestens 1 Häuschen.
Auf tierärztliche Anordnung (Attest) ist eine vorübergehende Unterbringung in einem Quarantänekäfig möglich.

1.3 Pflege und Ernährung
Die Tiere sind artgemäß und abwechslungsreich zu ernähren. Die Futtermenge richtet sich nach der Körperkonstitution. Unterernährung und Übergewicht sind zu vermeiden. Den besonderen Ernährungsbedürfnissen von tragenden und säugenden Igelinnen, sowie von Jungtieren ist Rechnung zu tragen.

1.4 Krankheiten
Im Falle auftretender Krankheiten sind die Mitglieder verpflichtet, einen Tierarzt zu konsultieren. Infektiöse Krankheiten, wie Hautpilzerkrankungen, sind dem Zuchtamt des EHCE umgehend anzuzeigen. Auf Antrag des Zuchtamtes kann der erste Vorsitzende des EHCE eine sofortige Zwingersperre verfügen. Diese gilt solange, bis durch ein tierärztliches Attest nachgewiesen wird, daß der gesamte Tierbestand frei ist von jeder übertragbaren Krankheit. Während der Dauer der Zwingersperre darf der Tierhalter keine Info-Shows besuchen,keine Igel zum Decken annehmen oder weggeben und keine Igel abgeben oder verkaufen. Die zuständigen Verbandsorgane sind verpflichtet, alle Angaben streng vertraulich zu behandeln.

 

1.4.1. Bei Verdacht/Kenntnisnahme/Ungereimtheiten bezüglich Geburtsanomalien und/oder genetischen Defekten: interne Absprache, wie gehabt, danach: sofortige Benachrichtigung aller eventuell betroffenen EHCE Mitglieder über einen begründeten Verdacht inklusive eventuellem vorläufigem Zuchtverbot. Das Zuchtverbot wird nur verhangen, wenn von einer akuten Gefahr durch Weiterzüchtung ausgegangen werden muss und wird vorläufig auf 3 Monate ab Kenntnisnahme beschränkt, um genügend Zeit für Recherchen und Rückfragen einzuräumen. Das weitere Vorgehen wird dann besprochen, sobald ein Ausschluss Verfahren und Recherche eingeleitet wurde.

Bei Bedarf (je nach Umfang) Benachrichtigung ALLER Mitglieder.

 

->dies wird vorzugsweise über die Gruppe/Mailinglist erfolgen

1.4.2. Verpflichtung an alle betroffenen Mitglieder den Kontakt mit betroffenen Käufern herzustellen und über einen Verdacht zu informieren.

-> bislang äußerte der EHCE lediglich den Wunsch dieses Verfahrens und ist davon ausgegangen, dass alle Züchter/Verkäufer diesem nachkommen. Leider ist dies im aktuellen Falle nicht geschehen, sodass wir es zur Pflicht machen müssen.

Beispiel für eine Bekanntmachung:

Liebe EHCE Mitglieder,

Es ist der Verdacht aufgekommen, dass Igel, die aus der genetischen Reihe xy stammen, ein genetischer, noch unbestimmter Defekt vorliegt. (Ev. Beschreibung des Erscheinungsbildes – Blindheit, Extremitäten betroffen, ect.) Wir bitten diesbezüglich alle Stammbäume zu kontrollierten und gegebenenfalls mit uns in Kontakt zu treten. Ein vorläufiges Zuchtverbot bis zur genauen Aufklärung dieser Angelegenheit wird ab dem heutigen Tage, bis Tag xy offiziell verhängt.

(Beispiel Ende)

->dies wird vorzugsweise über die Gruppe/Mailinglist erfolgen

1.5 Gesundheit
Ein tierärztliches Gesundheitszeugnis wird benötigt, wenn Zuchtigel die eigene Zucht verlassen und in einen fremden Zuchtbestand eingebracht werden, z.B. bei Fremdbedeckung.

1.6 Haltungskontrolle
Das Zuchtamt des EHCE e.V. ist berechtigt, sich persönlich oder durch zwei von ihm beauftragte Personen von der artgemäßen Haltung der Igel zu überzeugen. Bei einer von der Mehrheit des Zuchtamtes beanstandeten Igelhaltung wird gemäß 1.8 verfahren.

1.7 Haltungsstatistik
Jedes Mitglied ist verpflichtet, jeden im Haus lebenden Zuchtigel dem Zuchtamt zu melden.
Nottiere müssen ebenfalls erfasst werden!

1.8 Zuwiderhandlung
Bei Bekanntwerden eines Verstoßes gegen die bestehenden Haltungsrichtlinien in einem oder mehreren Fällen wird, sofern in den Haltungsrichtlinien nichts anderes gesagt, wie folgt verfahren: An das betreffende Mitglied ergeht seitens des Zuchtamtes des EHCE die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme binnen einer Frist von 14 Tagen. Läßt das Mitglied die gesetzte Frist schuldhaft verstreichen oder liefert es keine ausreichende Begründung für sein Verhalten, spricht das Zuchtamt einen Verweis aus. Im Rahmen dieses Verweises ergeht an das Mitglied schriftlich die Aufforderung zur Abänderung des Mißstandes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Die Beweispflicht liegt beim Mitglied. Ungeachtet dessen behält sich das Zuchtamt das Recht vor, sich vor Ort persönlich oder durch zwei von ihm beauftragte Personen vom Befolgen seiner Anweisungen zu überzeugen.
Bei Nichtbeachtung der Weisungen des Zuchtamtes oder nochmaligem Verstoß gegen die Haltungsrichtlinien hat der Ausschluß aus dem Verband zu erfolgen.Dem Obermann des Zuchtamtes ist das Recht auf Stellung einer Strafanzeige vorbehalten.

Die Zucht- und Haltungsrichtlinien des EHCE e.V. sind für jedes Mitglied bindend.